Veröffentlicht am Do. 17.05.2018, 13.24 Uhr

Gut aufgestellt in herausfordernden Zeiten

Ganz im Zeichen von Wahlen stand am Mittwochabend die zweite Tagung der 2. Synode des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Plön-Segeberg. Im Haus der Diakonie in Preetz galt es wichtige Ausschüsse neu zu besetzen. „Es ist erfreulich, dass wir dafür so viele gute Kandidaten gewinnen konnten“, sagte der Vorsitzende der Synode, Präses Peter Wiegner. Alle Bewerber hätten mit Kompetenz und großen Engagement überzeugt. „Wir sind auch in Zukunft in allen Bereichen gut aufgestellt.“

In den Finanzausschuss bestimmten die 82 anwesenden Stimmberechtigten satzungsgemäß vier Ehrenamtliche, zwei Pastoren und eine Hauptamtliche. Gewählt wurden Katrin Koch(Preetz, ehrenamtlich)Holger Neitz(Todesfelde, ehrenamtlich), Claus-Peter Dieck(Todesfelde, ehrenamtlich), Albrecht Graf Brockdorff-Ahlefeldt(Ascheberg, ehrenamtlich), Jan Philipp Strehlow(Ascheberg, Pastor), Diethelm Schark(Oldesloe, Pastor) und Petra Rink(Mitarbeiterin Diakonisches Werk). 

Für den Bildungsausschuss galt es vier ehrenamtliche Mitglieder zu finden. Die Wahl der Synodalen fiel auf Lasse Helgeberger(Preetz), Astrid Voß-Scherrer(Oldesloe), Joachim Schuldt(Laboe) und Jan Gintel(Trappenkamp). Per Satzung sitzen zudem Dr. Daniel Havemann, Propst der Propstei Segeberg, und Anke Exner, Leiterin des Bildungswerkes, im Ausschuss. Des Weiteren werden zwei Mitglieder vom Kirchenkreisrat berufen. Der Bildungsausschuss unterstützt unter anderem  bei der Entwicklung von Arbeitsbereichen und wirkt bei der Aufstellung von Stellen- und Haushaltsplänen mit.

Zehn Mitglieder wurden in den Ökumeneausschuss gewählt:Julian Mallek(Preetz, ehrenamtlich), Alf Kristoffersen(Wahlstedt, Pastor), Martin Haasler(Söhren, ehrenamtlich),Dr. Nils Fritzel(Leezen, ehrenamtlich), Klaus-Rainer Martin(Klein Wesenberg, ehrenamtlich), Hinrich Goss(Schwartbuck, ehrenamtlich), Gabriele Dreßler (Neuengörs, Pastorin), Barbara Süptitz(Bad Oldesloe, Pastorin), Heike Förster(Preetz, ehrenamtlich) und Udo Reichle-Röber(Klein Wesenberg, ehrenamtlich). Erich Faehling, Propst der Propstei Plön, und PastorinGertrud Schäfer, Inhaberin der ökumenischen Arbeitsstelle des Kirchenkreisesgehören qua Amt dem Auschuss an. Drei weitere Mitglieder werden vom Kirchenkreisrat berufen. Der Ökumeneausschuss berät die Kirchenkreissynode und Kirchengemeinden bei religionsübergreifenden Anliegen.

Pastorinnen- und Pastorenmangel wird auch im Kirchenkreis spürbar werden

Im Anschluss an die Wahlen wurde mit der Personal- und Stellenentwicklung der Pastorinnen und Pastoren ein Thema diskutiert, dass den Kirchenkreis in Zukunft stark beschäftigen wird. In der Nordkirche werden bis 2030 durch Eintritte in den Ruhestand 600 Geistliche fehlen. Das wird den Kirchenkreis Plön-Segeberg vor große Herausforderungen stellen. Künftig kann es passieren, dass Pfarrstellen auch dann nicht besetzt werden können, wenn es Interessenten dafür gibt. Andere Regionen, die stärker von dem Personalmangel betroffen sind, könnten dann bevorzugt werden. „Wir haben dieses Thema im Auge“, sagte Propst Dr. Daniel Havemann. „Wir werden das beherzt und mit Gottvertrauen angehen, besonders im Hinblick auf das Thema Kirche in ländlichen Raum.“ Und sein pröpstlicher Kollege Erich Faehling ergänzte: „Bei allem gebotenem Ernst bietet sich dadurch die Chance, Kirche  neu und anders zu denken.“ Ein erster Schritt ist bereits getan. „Der Kirchenkreisrat hat eine Konzeptgruppe ins Leben gerufen, die bis September einen Prozessplan erarbeiten wird“, sagt Havemann. Eine Themensynode zur Personal- und Stellenentwicklung ist geplant.

Architektenwettbewerb im Sommer

Abschließend berichtete Havemann über den Stand der Planungen des Neubaus für die Kirchenkreisverwaltung in Bad Segeberg. Den hatte die Synode im Oktober 2017 beschlossen. Es werde im Juni einen Wettbewerb für Architekten geben, bis September 2018 solle dann eine Entscheidung fallen, welches Architekturbüro den Zuschlag bekomme. „Wichtige Kritierien für den Zuschlag sind vor allem auch Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz“, sagte Havemann. Im Januar 2019 soll der Kirchenkreissynode dann eine Beschlussvorlage vorgelegt werden.

Hintergrund Synode:

Die Synode des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Plön-Segeberg ist das Parlament der mehr als 120.000 evangelischen Christinnen und Christen in dieser Region (Synode bedeutet „Zusammenkunft“). Die 87 Mitglieder der Synode setzen sich zusammen aus Delegierten der 35 Kirchengemeinden, Dienste und Werke des Kirchenkreises, der von Laboe bis Bargfeld reicht. Die Synode erlässt unter anderem Gesetze, besetzt durch Wahl wichtige Leitungsämter, beschließt den Haushalt und trifft kirchenpolitische Entscheidungen. Den Vorsitz in der Kirchenkreissynode führt ehrenamtlich Präses Peter Wiegner. Die Legislaturperiode der gewählten Synodalen beträgt sechs Jahre.

 

 

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