Veröffentlicht von Susanne Brandt-Stange am Do. 13.07.2017, 14.03 Uhr

Christel Harms, der Witwe des in Bad Oldesloe bekannten Spediteurs Heinrich Otto Ernst Harms, ist es ein besonderes Anliegen, ihre Verbundenheit mit der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Oldesloe durch eine großzügige Spende zum Ausdruck zu bringen. Sie übergab im Juli im Beisein ihres Sohnes Peter Harms die anlässlich der Trauerfeier für ihren Mann Heinrich im Mai erbetenen Spenden an Axel Krüger von den „Freunden der Kirchenmusik e. V.“ und den Kirchenmusiker Henning Münther. Mit 1250 Euro soll die Anschaffung einer Truhenorgel für die Peter-Paul-Kirche gefördert werden. Weitere 1250 Euro kommen den kirchlichen Kindertagesstätten zugute. „Wir bedanken uns herzlich im Namen der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Oldesloe für diese großartige Unterstützung unserer kirchlichen Arbeit,“ betonte Henning Münther. „Es ist völlig im Sinne meines Mannes, wenn die Peter-Paul-Kirche bald eine schöne Oratorienorgel erhält,“ versicherte Christel Harms. „Sein Name soll dann auch in die Schleierbretter gesägt werden.“

Von Kindesbeinen an fühlte sich Christel Harms in den sonntäglichen Kinderstunden direkt im Anschluss an die Gottesdienste sehr wohl. Dort lernte sie basteln, malen und handarbeiten und hörte kindgerechte Geschichten, die ihr die Predigttexte der Erwachsenen erklärten. Ein besonderes Sticktuch mit Früchten, fein gefüttert und mit Spitze gesäumt, hat heute noch einen Ehrenplatz. Getauft, konfirmiert und natürlich kirchlich getraut in der Peter-Paul-Kirche, suchte sie immer wieder in ihrem bewegten Leben göttlichen Beistand. Vier Kinder, dazu Schwiegerkinder, Enkel und Urenkel gehören zu ihrer engeren Familie, wobei ein Sohn und eine Schwiegertochter leider nicht mehr leben. Noch vor einem Jahr feierte das Ehepaar Eiserne Hochzeit in der Peter-Paul-Kirche.

Christel Harms fing zusammen mit ihrem Mann Heinrich „bei Null an“, als dieser sich mit einem Magirus Deutz als Fuhrunternehmer selbständig machte. Sogar das Geld für die erste Tankfüllung mussten sie sich leihen. Er übernahm alle Fuhrarbeiten, sie kümmerte sich um die Finanzen, die Buchhaltung und um die Versorgung der stetig wachsenden Familie und sogar der Mitarbeiter. Als tüchtige Geschäftsfrau übernahm sie den Clubvorsitz der „Jungen Hausfrauen“, machte ihre Hauswirtschaftsmeisterin und bildete im eigenen Betrieb jahrelang Hauswirtschafterinnen aus. Die Haflingerzucht war Heinrich und Christel ein besonders Anliegen, da sie diese Rasse in der Zeit der Pferdefuhrwerke intensiv kennengelernt hatten. Das Resümee der vielen Jahre mit ihrem Mann beschreibt Christel Harms, 88, so: „Seit 66 Jahren sind wir ein Ehepaar, die Zeit ist wie im Flug vergangen und sie war wunderbar.“

Die „Freunde der Kirchenmusik e. V.“ freuen sich sehr über die neue Spende. Sie sammeln seit einigen Monaten Geldbeträge von klein bis groß, damit die Peter-Paul-Kirche eine Truhenorgel für Oratorienaufführungen bekommen kann. Insgesamt werden 29.000 Euro benötigt. Davon waren bisher, ohne die Spende von Christel Harms, schon 13.000 Euro zusammen gekommen. Nun gilt es, weiter aufzustocken. Für Spenden ab 100 Euro erhalten die Geldgeber natürlich eine Spendenquittung und darüber hinaus einen dekorativen Stifterbrief. Es eilt: Wer sich rechtzeitig bis zum 31.7. meldet, hat die Chance, einen gewünschten Namen in die Schleierbretter der Truhenorgel sägen zu lassen. Diese Schleierbretter bilden das dekorative Äußere der Orgel – sie verschleiern die dahinterliegende Technik und beeinflussen auch den besonderen Klang.

Nähere Informationen zum Instrument und ein Formular für die Spendenzusage finden sich im Truhenorgel-Flyer, der in der Peter-Paul-Kirche ausliegt, oder hier. Wer spenden möchte, nimmt Kontakt zum Förderverein auf: „Freunde der Kirchenmusik e. V.“, Axel Krüger, Dietrich Buxtehude-Ring 4, 23843 Bad Oldesloe. Oder per Mail an: fdk-od@mail.de. Namen, Anschrift, Telefonnummer und die Spendenhöhe nennen. 

Kategorien Mitteilung (Allgemein)