Donnerstag, 11. Oktober 2018 19:00 - 22:02 Uhr

1918 und die Kirchen - Kirche im Krieg

Auf Einladung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Oldesloe spricht am Donnerstag, 11. Oktober, um 19 Uhr der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Holger Hammerich in der Peter-Paul-Kirche über die Haltung der Kirchen während des Ersten Weltkriegs. Der ehemalige Leiter des Pädagogisch-Theologischen Instituts Nordelbiens in Kiel berichtet über die Wandlung der Einstellung der großen Kirchen zum Kaiserreich im Verlauf und nach Ende des Krieges. Der Eintritt für diesen leidenschaftlichen Vortrag anlässlich des 100 Jahre zurückliegenden Ende des Ersten Weltkrieges ist frei.

Die Rolle der Kirche veränderte sich in den Jahren vom Kriegsbeginn 1914 bis zu seinem Ende dramatisch. Schon während der Kampfhandlungen war aus einer vormals kriegsbegeisterten Gesellschaft eine nachdenkliche geworden. Der Umbruch nach dem Ende des Kaiserreiches war einschneidend. Die Novemberrevolution von 1918/19 änderte das gesellschaftliche System und die Kirche musste sich neu orientieren. Dies führte in der Endphase des Ersten Weltkrieges zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und zu dessen Umwandlung in eine parlamentarische Demokratie, die Weimarer Republik. Entscheidend war die Trennung zwischen Staat und Kirche ab 1919 mit ihren Auswirkungen bis in die heutige Zeit.

Professor Hammerich ist ehemaliger Leiter des Pädagogisch-theologischen Instituts Nordelbiens in Kiel, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift „Religion heute“ und Vorsitzender des Kuratoriums der evangelischen Arbeitsstelle „Fernstudium für kirchliche Dienste“. 

Mitwirkende
Prof. Dr. Holger Hammerich, ehem. Leiter des Pädagogisch-Theologischen Instituts Nordelbien inKiel
Ort
Peter-Paul-Kirche, Kirchberg 8, 23843 Bad Oldesloe
Preis
Eintritt frei